#vollpfostenmeteorologie und #vollpfostenjournalismus – die Beziehung, die auf Amnesie beruht

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Damals im Frühling, in der Bild und nicht nur dort:

Sommer (2)

 

Und damit es optisch noch besser in Erinnerung bleibt, damals im Frühling durch die üblichen Wetter-Scharlatane:

Sommer2

Es ist ja nicht so, dass man nicht gewusst hätte, wie das alles endet. Mein Tweet am 24. April 2014:

Es kam, wie es kommen musste, der #vollpfostenjournalismus musste irgendwann beidrehen:

Nachherweihnachten

 

Das eigentlich Tragische an diesem immer wiederkehrenden Schwachsinn, in dem auch „Qualitätsmedien“ (lol) alle Jahre wieder einen heissen Sommer und einen kalten Winter vorhersagen, einfach nicht einsehen wollend, dass das niemand kann. Nicht einsehen wollend, dass es seit Jahren nie funktioniert. Nicht bemerken wollend, dass immer ein zu warmer Sommer und zu kalter Winter vorhergesagt wird in der Hoffnung, dass schon bei kurzen sommerlichen oder winterlichen Episoden die Leute denken: Jaja, der Jung (Name von der Redaktion geändert) hats irgendwie doch gewusst, es wird im Sommer warm.

Die scharlatanesken Wetterinäre haben mit den Jahren nachlegen müssen, um die Geschichten in den Medien unterzubringen. Dort arbeiten zwar grosse Trottel, wie die Häufung der Geschichten über die kommende Jahreszeit in den deutschen Medien zeigt, aber die Trottel wollen neuerdings einen wissenschaftlichen Unterbau des Schwachsinns. So wurde eine „Prognostica magna“ erfunden, die aber nach den regelmässigen Fehlvorhersagen lieber wieder verabschiedet und vorsichtshalber durch „amerikanische Wetterdienste“ ersetzt wurde. Nun wird neben der Stuss-Vorhersage gerne noch eine experimentelle Graphik gezeigt, auf der zu sehen ist, dass der Sommer in Europa ein Grad wärmer werden soll als im Durchschnitt.

Das Wunderbare: Das kann sogar noch klappen. Denn es gibt zwei Gründe, dass ein Sommer etwas wärmer wird als normal: Dass es tagsüber heisser wird als üblich, oder, dass viel mehr Wolken am Himmel sind. Dann sind die Nächte bewölkter und deutlich wärmer als im Schnitt bzw. bei wolkenlosen Nächten. Ein bescheidener Sommer generiert also auch ein warmes Signal für den Durchschnitt. Das interessiert aber den #vollpfostenjournalismus, mit der Recherchekraft eines abgetauten Kühlschranks ausgestattet, wenig bis nicht. Wenn ein Journalist die Gnade hätte, mal eine Verifikation dieser Gaga-Vorhersagen aus den letzten Jahren zu machen, würde der Stuss vielleicht aufhören.

Das ist zuviel gehofft im Land, indem eben die Bereitschaft herrscht, dass weite Teile der Medien gemeinsam Schwachsinn schreiben und das wahrscheinlich auch wissen. Deswegen wage ich jetzt schon eine tolle Vorhersage, was im Herbst über den kommenden Winter im #vollpfostenjournalismus stehen wird: Er wird immer wieder ein sibirischer Bibberwinter, aber auch ein Schaukelwinter. Wir dürfen gespannt sein.

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Eine Antwort zu #vollpfostenmeteorologie und #vollpfostenjournalismus – die Beziehung, die auf Amnesie beruht

  1. Eva Friedrich schreibt:

    Hallo Wetterfrosch, Ich habe mich auch schon immer über diese Ein-Grad-Theorie gewundert, woraus dann später die Klima erwärmung oder Wandel entstand. Hast Du schon einmal „Sauren Regen“ probiert oder einmal nachgesehen, ob das Ozonloch überhaupt vorhanden war.Der Staat sucht sich grund sätzlich immerso etwas aus, was vom einzelnen Bürger überhaupt nicht nachprüfbar ist. Ich wünsche Dir trotzdem eine gute Nacht Eva Friedrich bis zum nächsten Mal

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