atonsolar-Sonnenvorhersage Deutschland mit Wetterkarten für Donnerstag, den 2.2.2012 und 15-Tage-Trends mit Erklärung

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In der Nacht zum Donnerstag wird es vielerorts noch etwas kälter als in der Nacht zuvor. Abgesehen vom äußersten Nordwesten und Norden des Landes sowie örtlich in Flusstälern im Westen und Südwesten muss verbreitet mit strengem Frost, vor allem in der Osthälfte gebietsweise mit sehr strengem Frost gerechnet werden. Von Nordpommern bis nach Ostholstein und eventuell auch bis zur Deutschen Bucht kann es strichweise zu Schneeschauern kommen, die lokal kräftig sein können. Südlich der Donau ist der Himmel dicht bewölkt und vom Markgräfler Land bis zum Karwendelgebirge flockt es noch gelegentlich. In den übrigen Regionen des Landes verläuft die Nacht sternenklar. Es weht weiterhin böiger und eisiger Nordostwind. Auf einigen Mittelgebirgsgipfeln sind Sturmböen zu erwarten, auf den höchsten Bergen des Schwarzwaldes schwere Sturmböen.

Am Donnerstag setzt sich das dreigeteilte und sehr kalte Winterwetter fort. Im Bereich der Ostsee, unter Umständen auch örtlich bis zur Nordsee, sind durch den bereits erwähnten „Lake Effect“ strichweise warnrelevante Starkschneefälle mit größeren Neuschneemengen und Verwehungen möglich! Eng begrenzt können sich die kräftigen Schneefälle bis ins Binnenland ausweiten, vor allem nach Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Im Süden von Baden-Württemberg und Bayern fällt aus dichten Wolken weiterhin zeit- und gebietsweise geringer Schnee. In der großen Mitte des Landes geht es sonnig, trocken und kalt weiter. Besonders im Westen und Süden weht mäßiger bis frischer sowie eisiger Nordostwind mit starken Böen. In den südlichen Mittelgebirgen weht starker Nordostwind mit Sturmböen in den Gipfellagen, auf den Gipfeln des Hochschwarzwaldes sind auch schwere Sturmböen zu erwarten. Im Westen herrscht leichter bis mäßiger, sonst verbreitet mäßiger Dauerfrost. Vom Harz bis nach Thüringen und Sachsen bleibt es örtlich sogar bei strengem Dauerfrost mit Höchstwerten unter -10 Grad.

15-Tage-Trend für die Temperatur der Luftmasse in 1500 Metern Meereshöhe über der Mitte Deutschlands. Schwarz gepunktete Linie: Durchschnitt für den jeweiligen Tag. Rot gepunktete Linie: Wärmerekord der letzten Jahrzehnte. Blau gepunktete Linie: Kälterekord der letzten Jahrzehnte. Durchgezogene schwarze Linie: Mittel aller 50 (grauen) Lösungen. Blaue/rote durchgezogene Linie: das untere und obere Ende der Lösungen wenn man die extremsten 5 oben und unten weglässt. Der Abstand zwischen der roten und blauen Linie markiert die zunehmende Unsicherheit mit der Zeit.

Unten der 15-Tage-Trend für die bodennahe Temperatur in der Mitte Deutschlands.

Am Freitag kann im Ostseeumfeld weiterhin innerhalb kräftiger „Schauerstraßen“ strichweise nennenswerter Neuschnee fallen. Insgesamt ist es in der Nordhälfte des Landes häufig stark bewölkt und von der Nordsee her breitet sich ein Schneefallgebiet über den Westen Niedersachsens bis nach Nordrhein-Westfalen aus. Dabei kann es gebietsweise kräftig schneien und in diesem Bereich ist mit winterlichen Straßenverhältnissen und unter Umständen auch mit Behinderungen im Wochenendverkehr zu rechnen. In der Osthälfte kommt es nur zu einzelnen Schneeschauern. In der Südhälfte setzt sich das trocken-kalte und vielfach sonnige Winterwetter fort. An einigen Küstenabschnitten von Nord- und Ostsee weht mäßiger bis frischer Ost- bis Nordostwind. In der Mitte weht der Wind nur schwach. Im Hochschwarzwald können noch einzelne Sturmböen auftreten.

Am Samstag sind in Küstennähe weiterhin einzelne Schneeschauer möglich. Ansonsten kommt es bei wechselnder bis starker Bewölkung nur selten zu kurzen Schneeschauern. Nach einer weiteren kalten Nacht mit verbreitet strengem Frost unter -10 Grad bleibt es auch tagsüber weiterhin frostig. In der Südhälfte weht dazu auf den Bergen stark böiger Ost- bis Nordostwind mit warnrelevanten Böen im Schwarzwald.

Für den Sonntag ist die Entwicklung noch nicht ganz sicher. Voraussichtlich setzt sich aber das kalte Winterwetter mit Dauerfrost im ganzen Land fort. Schneefälle könnten den äußersten Westen tangieren, sonst bleibt es weitgehend trocken.

 

SONDERINFORMATION

Was ist der „Lake Effect“?
Am Donnerstag stellt sich an der Ostsee örtlich der so genannte „Lake Effect“ ein. Die sehr kalte Festlandsluft überströmt dabei das im Vergleich zur Lufttemperatur milde Meerwasser und nimmt dabei viel Feuchtigkeit auf. Dauerhafte Schneeschauerstraßen sind dann zu erwarten, die strichweise immer wieder dieselben Küstengebiete treffen und so zu großen Neuschneemengen führen können. Gebiete mit viel und keinem Zentimeter Neuschnee liegen dabei sehr dicht beieinander. Auch in vergangenen Wintern kam es an der Ostsee immer wieder zu diesem Phänomen. Einige Beispiele: Im November 2010 fielen durch starke Schneefälle von der Lübecker Bucht her im Bereich Pelzerhaken an einem Tag um 30 Zentimeter Neuschnee. Am Morgen des 08.01.2010 wurde nach starken Lake Effect-Schneefällen auf Hiddensee eine Neuschneemenge von 33 Zentimetern gemessen, auf Kap Arkona waren es 29 Zentimeter. Im Januar 1987 fiel zwischen Lübeck und Hamburg in einem engen Streifen sogar ein halber Meter Schnee, stellenweise noch mehr.

 

Leicht? Mäßig? Stark? Die Sache mit dem Frost
In den Wettervorhersagen für Deutschland wird häufig die Bezeichnung leichter bis mäßiger Frostverwendet. Wie sich das verhält, wollen wir hier kurz erläutern.
leichter Frost: -0,1 bis -5,0 °C
mäßiger Frost: -5,1 bis -9,9°C
strenger Frost: -10,0 bis -15,0°C
sehr strenger Frost: unter -15 °C
extremer Frost: unter -25°C

Jeweils am Freitag wieder Video mit Wochenend-Wetter auf Youtube http://www.youtube.com/wetterkachelmann  und hier auf wordpress.

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